Das Kunstleder spielt als Bezugsstoff für Sitzmöbel und auch in anderen Bereichen eine immer größere Rolle. Früher war es schon allein durch den fehlenden Ledergeruch von echtem Leder leicht zu unterscheiden. Inzwischen sind die Herstellungsverfahren jedoch so weit perfektioniert, dass selbst Fachleute bisweilen Schwierigkeiten haben. Aus diesem Grund bevorzugen heutzutage viele Menschen Kunstleder, denn es ist im Vergleich mit echtem Leder günstiger und pflegeleichter.

Kunstleder besteht aus einem Gewebe, auf das eine Schicht aufgeschäumtes und dadurch weiches PVC aufgebracht wird. Es kann genäht, geheftet, geklebt, genagelt und zum Teil auch geschweißt werden. Beim Kleben ist jedoch zu beachten, dass kein lösemittelhaltiger Klebstoff verwendet werden darf. Um es als Bezugsstoff für Möbelstücke zu verwenden, kann das Leder leicht erwärmt werden. Dadurch wird es elastischer und lässt sich sogar um scharfe Kanten ziehen.

Skai Kunstleder – ein Produkt aus Deutschland

Kunstleder wird von vielen Unternehmen im In- und Ausland hergestellt. Sehr bekannt ist jedoch das Skai Kunstleder der deutschen Firma Hornschuch mit Sitz in der Nähe von Heilbronn. Sie wurde bereits 1898 gegründet und stellte zunächst Einbände für Bücher her. Mit dem Eintritt Konrad Hornschuchs im Jahr 1920 begann das Unternehmen mit der Herstellung von Kunstleder. Er entwickelte gemeinsam mit seinen Mitarbeitern das Skai Kunstleder, das 1958 auf den Markt kam. Ein weitere bekannte Marke von Hornschuch sind die Dekofolien d-c-fix, mit denen sich Möbel, Wände, Fußböden und selbst Fenster und Türen gestalten lassen. Hauptsächlich mit diesen beiden Produkten war und ist Hornschuch so erfolgreich, dass es heutzutage allein an seinem Stammsitz mehr als 1000 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Besonderheiten des Skai Kunstleders

Skai Kunstleder eignet sich als Bezugsstoff für Sessel, Sofas und andere Sitzmöbel im privaten und öffentlichen Bereich. Außerdem kommt es häufig bei Behandlungs- und Massageliegen in Praxen zum Einsatz. Grundsätzlich wäre für diese Zwecke auch echtes Leder geeignet. Kunstleder hat jedoch gegenüber echtem Leder folgende Vorteile:

  • Es lässt sich leicht reinigen und ist resistent gegen Desinfektionsmittel. Kissenhüllen und andere abnehmbare Bezüge aus Kunstleder können sogar in der Maschine gewaschen werden. Dadurch ist Kunstleder sehr hygienisch, was vor allem bei der Verwendung in Arzt- und Therapiepraxen wichtig ist.
  • Kunstleder benötigt im Unterschied zu echtem Leder keine besondere Pflege. Es kann aber hin und wieder mit einem Pflegemittel behandelt werden, um die Oberfläche aufzufrischen und die Haltbarkeit des Bezugs zu steigern.
  • Skai Kunstleder darf ruhig nass werden und eignet sich dadurch auch als Bezugsstoff für Gartenmöbel und Mobiliar in Bad und Küche. Für besonders hohe Beanspruchungen wie beispielsweise auf Boote und Yachten bietet Hornschuch sein Kunstleder jedoch in speziellen Ausführungen. Diese besitzen einen besonders guten UV-Schutz und sind unempfindlich gegen Salzwasser. Weiterhin gibt es das Skai Kunstleder mit einem Flammschutz, der die Brandschutznorm erfüllt. Als Bezüge, die diesen besonderen Anforderungen genügen müssen, eignet sich beispielsweise die Reihe Skai Montana, die in zahlreichen Farbtönen produziert wird.
  • Kunstleder ist durchlässig für Luft und Feuchtigkeit. Dadurch staut sich kein Schweiß auf seiner Oberfläche, sodass es selbst für Sportgeräte in Fitnessstudios geeignet ist.
  • Die Oberfläche von Kunstleder ist elastisch, reißfest und fühlt sich angenehm weich an. Darüber hinaus ist sie unempfindlich gegen Verschmutzungen. Für ihre Reinigung reichen normalerweise ein Tuch, etwas warmes Wasser und eventuell ein sanfter Haushaltsreiniger. Hartnäckige Flecken lassen sich mit einem gewöhnlichen Trockenschaum entfernen.

Fazit

Für Menschen, die unempfindliche und pflegeleichte Bezüge bevorzugen, ist das Kunstleder eine gute Alternative zu echtem Leder. Ebenso interessant ist es für spezielle Einsatzzwecke, denn das Material lässt sich leicht behandeln, um besonderen Anforderungen im privaten wie auch im öffentlichen Bereich zu genügen.

Nach oben