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Der Trick mit dem Kunstleder – Verwendung, Herstellung und Arten

Leder ist ein beliebtes Material, das gern als Bezugsstoff und für viele andere Produkte genutzt wird. Es hat nur leider den Nachteil, dass es relativ viel Pflege benötigt und recht teuer ist. Eine gute Alternative ist daher das Kunstleder. Es ist echtem Leder inzwischen so ähnlich, dass selbst Fachleute genau hinschauen müssen. Kunstleder kann auf verschiedene Arten und aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden. Grundsätzlich besteht es jedoch immer aus einem Untergrund aus einem Textilgewebe, das mit einem Kunststoff beschichtet wird. Als Beschichtung eignen sich Kunststoffe wie PVC, Polyamid oder Polyurethan. Sie werden bei der Fertigung aufgeschäumt und dadurch weich. Kunststoffe können in jedem beliebigen Farbton eingefärbt und sogar mit den für echtes Leder typischen Narben versehen werden. Selbst ein Ledergeruch lässt sich inzwischen synthetisch herstellen. Vor allem für Laien ist daher schwierig, Kunstleder von echtem Leder zu unterscheiden.

Die Vorteile von Kunstleder im Überblick

  • Kunstleder ist günstiger als echtes Leder, verfügt jedoch über ähnlich gute Eigenschaften
  • Es benötigt keine besondere Pflege
  • Es ist unempfindlich gegen Flecken und Verschmutzungen und kann sogar in der Maschine gewaschen werden
  • Es eignet sich auch für den Außenbereich

Die Verarbeitung von Kunstleder

Kunstleder lässt sich ebenso wie echtes Leder schneiden, nähen, kleben, nageln und tackern. Sollen mit ihm Möbel bezogen werden, kann es leicht erwärmt werden. Dadurch wird der Bezugsstoff dehnbar und lässt sich leicht um Kanten legen. Zu große Hitze kann allerdings zu Brandflecken führen, die sich nicht mehr entfernen lassen. Beim Erwärmen von Kunstleder mit einem Heißluftfön ist deshalb Vorsicht geboten. Zum Verkleben von Kunstleder eignen sich die Sprüh- und Streichkleber. Sprühkleber werden vor allem bei größeren ebenen Flächen eingesetzt, Streichkleber bei stark saugenden Untergründen und bei unebenen Flächen. Darüber hinaus gibt es spezielle Kleber, die hitzebeständig sind und beispielsweise beim Verkleben von Bezugsstoffen in Fahrzeugen zum Einsatz kommen.

Kunstleder bekannter Marken

Bekannte Kunstleder sind vor allem die Produkte der Marken Clarino und Skai. Clarino Kunstleder wird von der japanischen Firma Kuraray hergestellt und weltweit vertrieben. Dieses Kunstleder ähnelt optisch und haptisch dem Veloursleder, besteht jedoch aus 60 Prozent Polyamid und 40 Prozent Polyurethan. Clarino Kunstleder hat dadurch gegenüber echtem Leder den Vorteil, dass ihm Flüssigkeiten, die aus Versehen auf dem Stoff verschüttet werden, wenig ausmachen. Flecken sollten jedoch möglichst schnell entfernt werden. Hierzu kann der Stoff sogar in der Maschine gewaschen werden. Trotz seines relativ geringen Gewichts ist das Kunstleder von Clarino genauso robust wie Leder und ebenfalls atmungsaktiv. Es wird neben der Verwendung als Bezugsstoff auch für Schuhe, Kleidung und viele andere Produkte genutzt. Auch die deutsche Firma Hornschuch ist für ihr hochwertiges Kunstleder bekannt, das sie unter dem Markennamen Skai vertreibt. Dieses Kunstleder wird auch gern für die Bezüge von Liegen in Massagestudios und Arztpraxen genutzt. In diesem Bereich hat Kunstleder gegenüber echtem Leder den Vorteil, dass es sich leicht reinigen lässt und dadurch sehr hygienisch ist. Aus dem gleichen Grund findet es häufig bei der Möblierung öffentlicher Räume Verwendung. Hornschuch produziert außerdem Kunstlederarten, die sich für den Einsatz im Freien wie beispielsweise für die Sitze auf Yachten eignen. Diese Sorten sind besonders unempfindlich und besitzen zudem einen guten UV-Schutz.

Fazit

Kunstleder ist nicht nur für Menschen interessant, die aus Gründen des Tierschutzes kein Leder verwenden möchten. Es ist günstiger als echtes Leder, optisch von diesem aber kaum zu unterscheiden. Zudem ist Kunstleder sehr pflegeleicht, robust und eignet sich selbst für den Außenbereich, wo Leder zu sehr unter den Witterungseinflüssen leiden würde.