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Kunstleder als Alternative zur Natur

Kunstleder wird häufig als preiswerte und belastbare Alternative zum Naturleder verwendet. Die Verbindung von Textilgewebe und einer entsprechenden Beschichtung aus einem Kunststoff bringt dieses Material hervor. Sowohl Naturgewebe als auch Kunstgewebe finden als Basis zur Beschichtung Verwendung.

Qualitätsunterschied kaum vorhanden

Kunstleder wird sowohl für schöne Taschen für unterwegs als auch für Möbel im schönen Zuhause verwendet, die eine Lederoptik aufweisen sollen. Aufgrund der preiswerteren Herstellung sind diese Gegenstände dann wesentlich günstiger erhältlich als in Echtleder. Die Naturfaser oder Kunstfaser wird mit einer geeigneten PVC-Auflage beschichtet. Hierdurch entsteht eine weiche und flexible Oberfläche. Diese ist aber bei entsprechender Qualität dem Naturleder sehr ähnlich. Die Beschichtung der Basismaterialien wird in kompakt oder geschäumt erreicht. Gern wird das Material in der Werbung als „faux Leder" bezeichnet. Dieser Begriff stammt aus der französischen Sprache und bezeichnet das künstliche Material, übersetzt als „falsches Leder". Auch eine feine Narbung der Oberfläche beim Kunstleder ist ohne Probleme möglich. Dies gibt dem Material eine noch ähnlichere Optik im Vergleich zum richtigen Naturleder. Es sieht fast täuschend echt aus.

Unterschiedliche Verwendung

Unterschiede zwischen Echt- und Kunstleder sind kaum erkennbarTaschen können ebenso aus diesem Kunstmaterial mit Lederoptik hergestellt werden wie Gürtel, Schuhe oder auch Bälle. Hier handelt es sich meistens um Fußbälle, die Originalen sehr ähnlich erscheinen sollen. Auch die Faltdächer von spritzigen Cabriolets werden aus dem Material hergestellt. Im Wohnbereich sind es vor allem die Bezüge von Möbeln, wie zum Beispiel Sofas oder Sessel bzw. Stühle, die mit dem künstlich hergestellten Leder bezogen werden. Die Textilausrüstung versucht, die physikalischen Eigenschaften von Leder zu erreichen. Der optische Eindruck von Leder ist bei der Textilausrüstung erwünscht. Hier wird im Regelfall eine Imprägnierung aufgebracht, um das Material vor Beschädigungen und Verschmutzungen zu schützen. Die Beschichtung von Textilien, um künstliches Leder zu erhalten, dichtet die Oberfläche ab. Die Textilausrüstung hingegen umhüllt die Basisfaser. Diese bleibt aber trotzdem in ihrer optischen Struktur in der Gänze erhalten. Die Beschichtung der Textilmaterialien wird in der Fachsprache auch als Textilveredelung bezeichnet. Ein hochwertiges und aufwendig hergestelltes Material ist vom echten Leder häufig nur noch sehr schwer zu unterscheiden. Durch entsprechende Behandlung kann hier sogar der typische Ledergeruch erzielt werden, auf den viele Menschen beim Kauf von Lederwaren großen Wert legen. Dieser war in der Vergangenheit für Laien oft das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen Leder und Kunstleder.

Erhitzen für eine bessere Dehnbarkeit
 

Kunstleder besteht meistens aus einem Verbund von Textilien Gewebe mit einer Beschichtung aus Kunststoff. Hierbei handelt es sich um Kunstfaser- oder Naturfasergewebe (Baumwolle), welches mit einer weichen PVC-Schicht beschichtet ist. Die Verarbeitung des Kunstleders ist eigentlich bei allen Sorten gleich. Kunstleder können wie Stoffe zugeschnitten und genäht werden. Sie können getackert, geklebt oder genagelt werden. Kunstleder sind unterschiedlich dehnfähig. Im Wesentlichen hängt die Dehnfähigkeit vom Trägergewirke ab. Diese Natur-/ Kunstfasern oder Strickgewirke bestimmen, ob das entsprechende Kunstleder sich in die eine oder andere Richtung dehnen lassen, oder ob es sich überhaupt verspannen lässt. Dehnfähige Kunstleder lassen sich problemlos um Radien und Kanten ziehen. Hierbei gilt, umso größer der Radius, desto sauberer und faltenfreier lässt sich die Kante umspannen. Auch können Kunstleder mit einem Heißluftfön erwärmt werden, um so die Dehnbarkeit zu verändern. Probieren Sie vielfaches erhöhen zuerst an einer nicht sichtbaren Stelle. Sollte das Material zu heiß werden, gibt es irreparable Schäden an der Struktur der Oberfläche. Erwärmen Sie immer nur die Stelle, die Sie gerade bearbeiten möchten. Beachten Sie bitte auch, dass erwärmtes Kunstleder beim festtackern leichter reißt, oder schon beim kräftigen ziehen zerreißen kann. Wir verweisen hier auf unseren kostenlosen Musterversand, um das Kunstleder zu testen.

Kunstleder reinigen

Sie können Kunstleder auf ebenen Flächen und auf Schaumstoff verkleben. Je nach Größe der Fläche und gewünschter Haftung, sind die unterschiedlichen Kleber zu wählen. Für eine geringe Haftung, bei größeren Flächen, oder ebener Oberfläche ist am besten Sprühkleber aus der Sprühdose. Bei langer Haltbarkeitsdauer, unebenem Grund und hoher Saugkraft der Fläche wäre ein Streichkleber von Vorteil. Wird eine wärmebeständige Verklebung (Auto oder Boot) benötigt empfehlen wir einen hoch hitzebeständigen Kleber (z.B. Kövulfix 80° Grad). Wichtig bei allen Klebern ist, die Gebrauchsanweisung genau zu beachten. Gerade die Ablüftzeit ist entscheidend für die Haltbarkeit der Klebestelle. Sie können Kunstleder mit der Hand, oder einer Haushaltsnähmaschine nähen. Die Haushaltsnähmaschine kann jedoch, je nach Stärke des Kunstleders, überfordert sein. Gerade wenn drei, oder mehr Schichten Kunstleder vernäht werden sollen, kann die Nadel brechen oder der Stofftransport versagen. Grundsätzlich spricht aber, bei einfachen Arbeiten, nichts gegen die Verarbeitung mit einer Haushaltsnähmaschine. Üblicherweise sollte zum Nähen ein Filamentgarn verwendet werden. Kunstleder benötigt keine erhaltende Pflege. Wurde das Kunstleder mit Farbe oder Kugelschreiber verunreinigt, ist die Reinigung in der Regel nur innerhalb sehr kurzer Zeit möglich. Wenn die Farbe erst tief in das Material eingedrungen ist, ist eine Reinigung unmöglich. Sollten Sie die Verunreinigung rechtzeitig bemerken, empfiehlt es sich, die verschiedenen Reiniger wie z.B. Glasreiniger, Kunststoffreiniger oder Reinigungsbenzin zuerst an einer nicht sichtbaren Stelle auszuprobieren, um eine Zerstörung der Oberfläche auszuschließen.

Weiße Kunstleder sind in der Regel sehr empfindlich gegenüber Textilfärbemitteln. So sind zum Beispiel Sitzflecken von Jeanshosen resistent gegen Reinigungsmittel. Die meisten Kunstlederhersteller empfehlen eine Reinigung mit einem Mikrofasertuch, warmen Wasser und Seife, somit geschieht die Reinigung mit Kunststoffreinigern auf eigene Gefahr.

Bildquelle: © Gordon Bussiek - Fotolia.com

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