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Gardinen im roten FarbverlaufGardinen selbst nähen ist einfacher als gedacht. Auch Nähanfänger können sich ohne weiteres an das DIY-Projekt wagen, Vorkenntnisse sind nämlich nicht zwingend erforderlich. Folgen Sie der detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitung und kreieren Sie Ihren einzigartigen Vorhang!

Gardinen selbst nähen als guter DIY-Start

Wer noch nie selbst genäht hat, findet in der Herstellung einer Gardine eine tolle Möglichkeit, sich in das Metier einzuarbeiten. Zwar ist die Aufgabe nicht anspruchslos, mit Hingabe und Konzentration jedoch auch für Anfänger lösbar. Am besten üben Sie zunächst auf einem nicht benötigten Stück Stoff, um sich mit Ihrer Nähmaschine vertraut zu machen. Dabei ist nicht zuletzt das Vernähen - also Vor- und Zurücknähen - ein wichtiger Teil, den Sie beherrschen (und vor allem nicht vergessen) sollten.

Tipp:
DIY-Gardinen zu nähen geht mit zwei großen Vorteilen einher: Zum einen können Sie die Maße exakt an die Voraussetzungen in der jeweiligen Räumlichkeit anpassen. Und zum anderen haben Sie freie Wahl, was die Optik des Stoffs betrifft. So entstehen in jeder Hinsicht einzigartige Vorhänge.

 

Diese Materialien brauchen Sie für Ihre Gardine

  • Gardinenstoff
  • Nähmaschine
  • Nähseide
  • Stecknadeln
  • große Schere
  • kleine Schere
  • Maßband
  • langes Lineal
  • Bleistift

Als Gardinenstoffe kommen verschiedene Ausführungen infrage. Ihr Geschmack und die Einrichtung des Zimmers sind entscheidend. Ist die Räumlichkeit mit schlichten, farblich einheitlichen Möbeln ausgestattet, empfehlen sich etwa gestreifte Stoffe. Im Falle eines peppig eingerichteten Raums sollten Sie besser zu einem dezenten Uni Möbelstoff greifen. Um modern-futuristische Gardinen zu nähen, empfehlen sich vor allem geometrische Stoffe.

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Gardinen nähen - so geht's

1. Schritt:
Stoff in der Maschine waschen, damit er nach dem Nähen nicht kleiner wird.

2. Schritt:
Stoff mit der großen Schere auf die passenden Maße zuschneiden. An den Seiten jeweils 2 cm, oben 11 cm und unten 2 cm Nahtzugabe einkalkulieren.

Wichtig: Der Stoff muss am unteren und oberen Ende eine gerade Schnittkante aufweisen. Zeichnen Sie bei Bedarf vorab mit einem Maßband und/oder langem Lineal und einem Bleistift Markierungen ein.

Sie können die Länge auch erst anpassen, wenn Sie die Gardine an den Seiten und im oberen Teil fertig genäht haben. Erfahrungsgemäß passiert es schnell, sich vorher ein wenig zu vermessen, was die Qualität des Ergebnisses selbstverständlich etwas einschränkt. Wählen Sie diese Methode, schieben Sie nach Schritt 12 dieser Anleitung folgendes Intermezzo ein:

  • Seitlich und oben fertig genähte Gardine an der Stange (am Fenster) befestigen.
  • Die gewünschte Länge mit Stecknadeln abstecken.
  • Mit der großen Schere langsam und konzentriert schneiden. Hier ist Genauigkeit gefragt.

3. Schritt:
Rechte Seitenkante 1 cm umbügeln und mit Stecknadeln fixieren.

Hinweis: Achten Sie darauf, dass die "falsche" ("linke") Seite innen liegt.

4. Schritt:
Mit einer Stichlänge von 2,5 entlang der Kante nähen. Die Stecknadeln dabei nach und nach herausnehmen (immer, wenn Sie die jeweilige Stelle erreichen). Zu Beginn und am Ende vernähen (vor- und zurücknähen), damit alles gut hält. Die Nähseide stets mit der kleinen Schere abschneiden.

Schritte 3 und 4 mit der linksseitigen Kante des Stoffs wiederholen.

5. Schritt:
Rechte Seitennaht noch einmal um 1 cm umbügeln, feststecken und mit einer Stichgröße von 2,5 nähen.

Schritt 5 mit der linksseitigen Seitennaht wiederholen.

6. Schritt:
Die obere Schnittkante versäubern. Dazu bei der Nähmaschine den Zick-Zack-Stich einstellen und die Kante abnähen.

7. Schritt:
Die Naht der oberen Schnittkante um 1 cm umbügeln und mit Stecknadeln fixieren.

8. Schritt:
Füßchenbreit mit einer Stichlänge von 2,5 nähen - nach demselben Prinzip wie zuvor an den Seiten.

9. Schritt:
Diese Naht um 10 cm umschlagen und die breite Kante bügeln sowie erneut feststecken.

10. Schritt:
Füßchenbreit mit einer Stichgröße von 2,5 entlang der unteren Schnittkante nähen. Wie das funktioniert, wissen Sie inzwischen.

Hinweis: Dieses 10 cm breite Stück bildet den Schlauch, durch den später die Gardinenstange geschoben wird. Wenn nötig, können Sie ihn natürlich auch größer oder kleiner machen - je nachdem, welche Dicke die Stange aufweist. Wichtig ist nur, dass Letztere locker Platz und noch etwas Spielraum hat.

11. Schritt:
Zuletzt den Saum verarbeiten. Dies funktioniert nach dem bekannten Muster: Die untere Seite um 1 cm umbügeln, mit Stecknadeln fixieren und mit einer Stichgröße von 2,5 nähen.

12. Schritt:
Die entstandene Naht noch einmal um 1 cm umschlagen, umbügeln, feststecken und mit einer Stichlänge von 2,5 nähen.

Tipp:
Oben und unten empfiehlt es sich, die ersten Stiche langsam und vorsichtig (am besten per Hand) zu machen. Grund: An den Ecken treffen die "Umschläge" der Seitennähte mit der oberen beziehungsweise unteren Naht zusammen. Dort ist der Stoff also immer deutlich dicker, was Ihre Nähmaschine unter Umständen vor Probleme stellt.

So simpel ist es, Gardinen selbst zu nähen. Grundsätzlich kann die Gardine natürlich auch komplett per Hand genäht werden, dies ist jedoch extrem zeitaufwändig und bringt in der Regel ein nicht ganz so perfektes Resultat.

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Mit dem richtigen Equipment Gardine selbst nähen

Sie benötigen nur wenige Utensilien und Materialien, um Gardinen zu nähen. Neben einer hochwertigen Nähmaschine ist qualitativ und optisch überzeugender Stoff elementar. Dank der umfassenden Anleitung haben selbst Nähanfänger die Möglichkeit, ihre gewünschten Gardinen selbst zu nähen!

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei Ihrem DIY-Projekt!

Bildquelle:

©istock.com -  Peshkova

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